Negativ ist das neue Positiv – Wie Sichtweisen unsere Kommunikation beeinflussen - 360Grad Training GmbH
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Negativ ist das neue Positiv – Wie Sichtweisen unsere Kommunikation beeinflussen


Negativ ist das neue Positiv – Wie Sichtweisen unsere Kommunikation beeinflussen

Am 23.02. fand unsere Auftaktveranstaltung Lunch&Lecture statt. Alle vier bis sechs Wochen haben die Teilnehmer die Möglichkeit in 30-45 Minuten Impulse rund um das Thema Personalentwicklung, menschliche Führung und wertschätzendes Miteinander während ihrer Mittagspause zu erhalten. Gestartet sind wir mit dem Thema „Negativ ist das neue Positiv“. Lesen Sie hier die Kernaussagen des Expertengesprächs.

Immer wieder haben wir vor allem zum Ende des letzten Jahres die Nachricht aus dem Umfeld bekommen: „Ich bin negativ.“  Und das zu sagen oder zu hören war für die Betroffenen immer sehr beruhigend und erleichternd. Eine positive Nachricht. Und wenn man auf das vergangene Jahr zurückschaut oder nach vorne blickt, stellt man fest, dass wir es immer wieder schaffen, aus etwas Negativem Positives hervorzubringen:

  • Web-Trainings waren in vielen Köpfen eine reine Power-Point-Schlacht. – Nun konnte man feststellen, dass man auch auf Entfernung den Teilnehmern nahe sein kann und auch Web-Trainings methodisch vielfältig ablaufen und interaktiv sein können.
  • Auch Web-Meetings galten als unmöglich und unnahbar. – Dabei erleben wir einige Kollegen viel persönlicher als früher. Man sieht, wie die Personen wohnen und lernt auch mal die Kinder kennen.

 Das sind nur zwei Punkte und es können so viele mehr werden. Alle diese Punkte haben gemeinsam, dass sie Mut und Kreativität benötigen. Gerade jetzt wird die Lupe auf die Schmerzstellen gehalten und in vielen Unternehmen und Arbeitsabläufen werden Schwachstellen deutlich. Auch in der Kommunikation:

  • Es wird mehr geschrieben und telefoniert.
  • In Web-Meetings werden (auch sonst ausgeglichene) Personen auch mal lauter.
  • Eventuelle technische Schwierigkeiten sorgen für Unmut und schlechte Stimmung, aber auch für fehlenden Blickkontakt.
  • Wenn man mal jemanden persönlich sehen sollte, dann hat man aufgrund der Maske nur noch die Augen, um zwischen den Zeilen zu lesen.
  • Wir sind alle schon sehr müde und teilweise ungeduldig.

Umso mehr brauchen wir Neutralität und das Feingefühl für den anderen. Wir sollten beim Blick durch die Lupe unser Werteschema außen vor lassen und lieber einmal mehr darauf schauen, warum die anderen vielleicht gerade so reagieren, reden oder schreiben, wie sie es tun. Auf Augenhöhe (egal in welcher Position) und ganz ohne Zeigefinger. Das schaffen wir am besten, indem wir ersteinmal die Situation, die wir beobachtet haben, nur beschreiben und nicht bewerten („Vorhin im Meeting wurde es irgendwann ganz schön laut.“). Somit vermeiden wir Du-Botschaften und unser Gegenüber fühlt sich nicht angegriffen und kann sich so freier zur Situation äußern.

Wir brauchen mehr Offenheit, um auch mal Dinge anzusprechen, die optimiert werden können. Hat man durch die ganzen Telefonate keine Pause mehr, dann sollte das auch mal angesprochen werden. Ist ein Kollege laut geworden, lohnt es sich vielleicht unter vier Augen oder am Telefon nachzufragen, was diesen umtreibt und was der Kollege braucht, um gesehen und wahrgenommen zu werden. Reicht das offene Ohr nicht aus, tut vielleicht ein Spaziergang mit Abstand vielleicht sehr gut.

Denn im Grunde genommen ist es ja ein menschliches Bedürfnis und gerade jetzt, wo viele noch sensibler sind als sonst, ist das Verständnis für den anderen Balsam für die Seele.